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Psychologische Interventionen für Trauer bei Erwachsenen: Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien

Hintergrund: Die vorliegende Metaanalyse bewertet die Wirksamkeit psychologischer Interventionen bei Trauer bei Hinterbliebenen und untersucht den möglichen moderierenden Einfluss verschiedener Studienmerkmale.

Methoden: Eine systematische Literaturrecherche wurde von zwei Gutachtern durchgeführt, die unabhängig voneinander elektronische Datenbanken durchsuchten, begutachtete und ausgewählte förderfähige Studien, und bewertete ihre methodische Qualität.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 31 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) in die Metaanalyse einbezogen. Statistisch signifikante gepoolte Effekte psychologischer Intervention auf Trauersymptome wurden für beide nach der Intervention gefunden (Hedges’s g = 0.41, p > .001, K = 31) und Follow-up (g = 0,45, p > .001, K = 18). Obwohl im Allgemeinen robust, war der Effekt nach der Intervention geringer, wenn er um mögliche Publikationsverzerrungen bereinigt wurde (g = 0,31). Im Vergleich zu den übrigen Studien wurden größere Effektgrößen nach der Intervention für Studien mit (1) individuell durchgeführten Interventionen gefunden (Beta = 0,49, p < .001), (2) der ICG-(R)/PG-13-Fragebogen als Trauerinstrument (Beta = 0,46, p < .001), (3) Teilnehmer, die ≥6 Monate nach dem Verlust waren (Beta = 0,58, p < .001), (4) eingeschlossene Teilnehmer basierend auf hohen Basissymptomen (Beta = 0,40, p = .002) und (5) höhere Studienqualität (Beta = 0.06, p = .013).

Einschränkungen: Die eingeschlossenen Studien waren methodisch heterogen und ihre methodische Qualität variierte erheblich. Darüber hinaus gab es einige Hinweise auf Publikationsverzerrungen.

Schlussfolgerungen: Angesichts der jüngsten Einführung der anhaltenden Trauerstörung in der ICD-11 sind die Ergebnisse der vorliegenden Metaanalyse zeitnah und von klinischer Relevanz. Basierend auf unseren Ergebnissen scheint eine psychologische Intervention wirksam zu sein, um Trauersymptome bei Hinterbliebenen zu lindern Erwachsene, mit mehreren Studienmerkmalen als mögliche Moderatoren der Wirkung. Die Interpretierbarkeit der Ergebnisse wird jedoch durch einige Einschränkungen der verfügbaren Forschung, einschließlich möglicher Publikationsverzerrungen, in Frage gestellt.

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